Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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freie Plätze 10000 Die Gesellschaft

(Wesel, ab Mi., 20.9., 16.15 Uhr , Dr. Matthias Braun)

Die Lebensgestaltung des Menschen (sein Denken und Handeln) wird weitgehend durch die Gesellschaft bestimmt, in der er lebt. In diesem Sinne ist der Mensch ein "animal social". Die Gesellschaft bestimmt die Bedingungen und Formen des Zusammenlebens. Zu unterscheiden ist dabei die Gesellschaft als Gesamterscheinung (z. B. Industriegesellschaft, Dienstleistungsgesellschaft) und als Gesellschaft in verschiedenen Teilbereichen (z. B. Familie, Schule, Betrieb). Die damit beschäftigte Wissenschaft wird als Gesellschaftslehre bzw. Soziologie bezeichnet.

Die in diesem Kurs angebotenen Themen stellen eine Auswahl dar, die anderen Themen, die von den Teilnehmenden vorgeschlagen werden, nicht im Wege stehen:

- Soziologie - die Wissenschaft von der Gesellschaft
- Soziale Normen und Werte
- Sozialisation
- Abweichendes Verhalten
- Soziale Schichtung; Soziale Milieus
- Soziale Gruppen - das "Wir" und die "Anderen"

Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Themenbezogene Unterlagen werden im Kurs zur Verfügung gestellt.

Keine Anmeldung möglich 10001 "Europa der Vaterländer" vs. EU

(Wesel, am Mo., 9.10., 19.30 Uhr , Günter Semmler)

Die "Flüchtlingskrise" zeitigt so mancherlei Folgen für die Belastungsfähigkeit der Europäischen Union und markiert die Grenzen der europäischen Integration. Denn der überwiegende Teil der Mitgliedsländer schottete sich gegen die Aufnahme von Schutzsuchenden ab, wehrte sich gegen Kontingentierungen und fuhr einen erklärt nationalen Kurs - und dies nicht nur in der "Flüchtlingsfrage". Da wurde von Regierungen in Polen und Ungarn die Pressefreiheit eingeschränkt, die Unabhängigkeit der Verfassungsgerichte beschnitten und der Umbau von Staat und Gesellschaft nach "nationalkonservativen" Maßstäben vorangetrieben. Schließlich erreichte in Großbritannien die von der rechtspopulistischen "Ukip" vorangetriebene nationalistische "Welle" mit dem EU-Austritt Großbritanniens einen (vorläufigen) Höhepunkt.

Grundsätzlich kann schließlich festgestellt werden, dass das "europäische Projekt" durch die zunehmende Präsenz des EU-feindlichen Rechtspopulismus unter Druck geraten ist: In Frankreich ist es der "Front National", in Österreich verzeichnet die FPÖ beachtliche Wahlerfolge und in Deutschland entwickelte sich die "Alternative für Deutschland" (AfD) zu einer ernsthaften Herausforderung für die "etablierten" politischen Parteien.

Woher kommt dieser neue Nationalismus? Wieso schützen die bis dato als sicher geltenden "Immunsysteme" der Demokratien nicht mehr vor der nationalistischen und populistischen "Infektion"? Und schließlich: muss das Fernziel der EU, ein europäischer Bundesstaat als "Europa der Regionen", von der politischen Agenda gestrichen werden? In diesem Zusammenhang wird untersucht, wie die rechten Parteien bei ihrer Anti-EU-Agitation kooperieren und dabei so etwas wie eine rechtspopulistischen "Internationale" gegen den europäischen Integrationsprozess bilden. Im Vortrag wird versucht, diesen Fragen auf den Grund zu gehen, um herauszufinden, worin die Erfolgsrezepte der neuen "nationalistischen Herausforderungen" zu suchen sind und um schließlich die Zukunftsfähigkeit der Europäischen Union kritisch zu hinterfragen.

Keine Anmeldung möglich 10002 Judenfeindschaft in der Reformationszeit

(Wesel, am Do., 16.11., 19.30 Uhr , Günter Semmler)

Die Geschichte des Antisemitismus in Deutschland - von seinen Wurzeln über den Holocaust bis zu diversen Varianten der Gegenwart ist gründlich erforscht - und wird allenfalls in Hinsicht auf die Bewertung des sogenannten "linken Antizionismus" kontrovers diskutiert. Eindeutig erforscht ist hingegen die christliche Vorgeschichte der Judenfeindschaft nicht - der sog. Antijudaismus. Begründet in frühchristlicher Dogmatik, fortgeführt und verbreitet durch Volksfrömmigkeit und den katholischen Klerus in der Zeit des "Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation" galt das mittelalterliche Judentum als "praktizierte Ketzerei"; seine Anhängerschaft fiel religiöser Verachtung, gesellschaftlicher Ausgrenzung und gelegentlicher brutalster Verfolgung anheim.

Das jüdische Leben unter Vorherrschaft eines christlichen, volkstümlichen "Fundamentalismus" unterschied sich daher deutlich von seinen Daseinsformen in der Welt des Islam, in der Juden zwar nicht mit Muslimen rechtlich gleichgestellt waren, aber ihren Glauben ausüben, sich gesellschaftlich entfalten und auch Spitzenpositionen erlangen konnten. Im christlich geprägten Okzident zählten sie als "Gottesmörder" und Werkzeuge des "Antichristen" zu den erklärten Feinden der Christenheit. Daran sollte sich auch in der beginnenden Neuzeit - dem Übergang vom Mittelalter zur Renaissance - nichts ändern. Entscheidend hierfür war vor allem, dass die von Martin Luther ausgehende Reformation den alten, römisch-katholischen Antijudaismus im Wesentlichen fortführte und das Judentum auch von evangelischen Kanzeln diffamiert wurde.

Thema des Vortrags ist daher, wie sich diese Entwicklung erklären lässt. Was veranlasste den Reformator, nach einer anfänglichen Dialogbereitschaft den Juden gegenüber, schließlich in wüste Angriffe zu verfallen, an deren Ende etwa ein Traktat "Von den Juden und ihren Lügen" (1543) stand? Weiterhin wird erörtert, welche Bedeutung der christliche, nun auch "protestantisch" begründete Antijudaismus für die weitere Entwicklung der Judenfeindschaft zum "modernen" Antisemitismus besaß, der schließlich im Holocaust des europäischen Judentums kulminierte.

Eine Kooperation der Volkshochschule und des Christlich-Jüdischen Freundeskreises Wesel e. V.

Keine Anmeldung möglich 21003 Ab heute glaub ich an mich selbst

(Wesel, am Do., 28.9., 19.30 Uhr , Jens Werner)

"Denken Sie groß", empfiehlt die Band Deichkind. "Das ist optimal fürs Selbstvertrauen, viel besser als positives Denken", meint Jens Werner. Er ist Life Coach mit Musik und Humor. Lebensweisheiten sucht er nicht in weit verbreiteten Ratgebern, er findet sie in der deutschsprachigen Popmusik: von Peter Maffay bis Peter Fox, von Andreas Gabalier bis Andreas Bourani.

Mit kurzen Einspielern aus Songs von den Toten Hosen, Clueso und vielen anderen Stars des Deutsch-Pop unterhält Jens Werner die Zuhörer und begeistert sie für eine Lebensphilosophie und mehr Selbstbewusstsein, wie sie nicht in Büchern stehen, sondern aus Lautsprechern kommen.

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