Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Die Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck bietet in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein (DOR) und dem Musiktheater im Revier (MIR) in Gelsenkirchen attraktive Gruppenbesuche von Oper-, Ballett- und Musicalaufführungen an.

An der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg (DOR) gibt es für alle Aufführungen einen einheitlichen Preis, in dem die Kosten für die Anreise im Reisebus, die Eintrittskarte für einen guten Platz im Parkett oder Rang sowie ein Programmheft enthalten sind. Vor der Vorstellung gibt es in diesem Semester in beiden Häusern eine komprimierte Einführung in Inhalt und Werkgeschichte des jeweiligen Stückes durch eine(n) Mitarbeiter/-in der Dramaturgie.

Zum Musiktheater im Revier nach Gelsenkirchen (MiR) erfolgt die Anreise ebenfalls im Reisebus, der Preis variiert allerdings je nach Aufführung.

In diesem Semester haben wir folgende Vorstellungen für Sie ausgewählt:

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fast ausgebucht 90506 Don Carlo - Oper von Giuseppe Verdi

(Wesel, am Do., 29.6., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Für menschliche Beziehungen, ob Freundschaft oder Liebe, ist im Spanien Philipps II. kein Platz. Der König muss einen Geistesverwandten töten lassen, sein Sohn Carlo muss Elisabetta aufgeben und verliert schlussendlich ebenfalls sein Leben. Allein die Macht des Großinquisitors ist ungebrochen und stärker denn je.
Giuseppe Verdi (1813 - 1901) liebte die Werke Friedrich Schillers und fühlte sich ihm geistesverwandt. Der Drang nach Freiheit im Denken und Handeln, wie ihn der deutsche Dichter in seinem "Don Karlos" 1787 auf die Bühne brachte, bestimmte auch das Leben des italienischen Komponisten. Vier Mal vertonte er Stoffe Schillers, zuletzt "Don Karlos". Am 11. März 1867 wurde seine gleichnamige Oper an der Pariser Opéra uraufgeführt, doch zunächst blieb der Erfolg aus. In den folgenden 20 Jahren sollte Verdi seine Oper siebenmal umarbeiten. Am 10. Januar 1884 wurde eine vieraktige Fassung in Mailand aufgeführt, die bis heute die meistgespielte Version ist und auch an der Deutschen Oper am Rhein zu hören sein wird.

Regie führt der international erfolgreiche flämische Regisseur Guy Joosten, der hier bereits für seine Inszenierungen von Strauss’ "Die Frau ohne Schatten" und Poulencs "Dialogues des Carmélites" gefeiert wurde. Das Bühnenbild gestaltet Alfons Flores, der das Publikum der Deutschen Oper am Rhein zuletzt mit seiner poetischen Bühnenbildidee für Donizettis "L’elisir d’amore" (Frühjahr 2016) begeisterte.

freie Plätze 90500 Die Zauberflöte - Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

(Wesel, am Sa., 23.9., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Wolfgang Amadeus Mozarts 1791 komponierte "Zauberflöte" ist ebenso fantastisch wie tiefgründig, so unterhaltsam wie symbolgeladen. Es ist ein Zauberstück, gespeist aus ethischen Quellen und beflügelt durch Mozarts Genie. Sein tiefer Humanismus und der Grundton der Befreiung entspringen dem Zeitgeist der Epoche der Aufklärung und einer geistigen Strömung gegen feudale Unterdrückung. Mit unbändiger Erzähllust entfesselten Mozart und sein Librettist Emanuel Schikaneder einen Kosmos, der ganz in der zeitgenössisch beliebten Tradition der Zauberoper wurzelte und dabei doch weit darüber hinauswies. Ganz faustisch fehlte es in ihrer ersten Zusammenarbeit nicht an "Wasser, Feuer, Felswänden, an Tieren und Vögeln", doch auch zahlreiche symbolische Verweise auf die von Schikaneder und Mozart gleichermaßen verehrten Ideale des Freimaurerbundes faszinieren bis heute Rätselfreunde aller philologischen Disziplinen. Bei allem Hintersinn war und ist die "Zauberflöte" ein alle Sinne fesselnder Meilenstein der Musiktheatergeschichte, der nicht umsonst seit Jahren unangefochten seinen Spitzenplatz in der Liste der beliebtesten Opernwerke behauptet.

Zweimal haben wir diese Oper in einer denkwürdigen und beeindruckenden Inszenierung der Komischen Oper Berlin in Duisburg erlebt. In dieser Spielzeit haben Opernfreunde nun Gelegenheit, die bildgewaltige Inszenierung Michiel Dijkemas, niederländischer Regisseur und Bühnenbildner, im Musiktheater im Revier auf sich wirken zu lassen.

freie Plätze 90501 Mathis der Maler - Oper von Paul Hindemith

(Wesel, am So., 12.11., 13.15 Uhr , Claudia Böckmann)

Im Kontext des Reformationsjahres greift Michael Schulz, Generalintendant des MiR, mit seiner aktuellen Regiearbeit ein zentrales gesellschaftliches Thema auf, denn die Frage nach dem politischen Beitrag des Künstlers in der Gesellschaft ist so alt wie die Kunst selbst. Paul Hindemith stellte sie sich angesichts der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 und komponierte nicht zuletzt als Reaktion darauf seinen "Mathis", das Schlüsselwerk seiner Biografie.

Mai 1552. Luther hat seine Thesen längst veröffentlicht, die Bauern begehren gegen den Adel auf und kämpfen für ihre Grundrechte, ein Krieg breitet sich aus, auch um die Vormachtstellung der Religion - katholisch oder lutheranisch. Mathis, ein Maler am Hof des Kardinals von Mainz, der sich den lutherischen Gedanken gegenüber aufgeschlossen zeigt, gerät nicht nur mit dem religionspolitisch opportunen Agieren seines freundschaftlichen Gönners Kardinal Albrecht von Brandenburg in Konflikt, sondern auch mit der Frage, was seine Malerei in einer Zeit gesellschaftlicher Umstürze bewirken kann. Als der Kardinal entgegen besseren Wissens die Entscheidung trifft, die Bücher der Lutheraner verbrennen zu lassen, kehrt Mathis dem Hof den Rücken, um auf Seiten der Bauern in den Krieg zu ziehen. Schnell mit dem hässlichen Gesicht dieses Kampfes konfrontiert, erlebt Mathis das letzte große Gefecht zwischen den Bauern und den kaiserlichen Truppen. Er flieht in den Odenwald, wo er eine Vision hat: die Versuchung des heiligen Antonius und dessen Begegnung mit dem heiligen Paulus. Jetzt begreift Mathis seinen Auftrag: Er hat sich entschieden und wird malen, was er in seinen Visionen gesehen hat.

freie Plätze 90502 Das Rheingold - Oper von Richard Wagner

(Wesel, am So., 3.12., 13.15 Uhr , Claudia Böckmann)

Aus den Tiefen des Es-Dur-Dreiklanges entsteht zu Beginn des "Rheingolds" die Welt der gesamten "Ring"-Tetralogie. Doch die hier evozierte heile Ur-Natur hat bereits Brüche, bevor die Rheintöchter Alberich verhöhnen, dieser die Liebe verflucht und alle Konflikte um den Ring ins Rollen kommen. Göttervater Wotan, der einst sein Auge für die Weisheit opferte und seine Weltordnung in den aus der Weltesche geschnitzten Speer geritzt hatte, muss gegen die eigenen Gesetzmäßigkeiten verstoßen, um den mit den Riesen geschlossenen Vertrag einhalten zu können. Richard Wagner (1813-1883) erkannte ganz klar: "Alberich und sein Ring konnten den Göttern nicht schaden, wenn diese nicht bereits empfänglich für das Unheil waren." Niemand interessiert sich für die Rheintöchter, die das Gold bewachen, und während Alberich das Rheingold raubt und die Welt damit auch materiell ins Wanken gerät, geben sich diejenigen, die die Verantwortung tragen, ihrem Wohlstand hin. Wotan ist der Gedanke an die Rheintöchter und diesen "Störfall" lästig, er lässt sie von Loge verhöhnen und zieht mit seinem Tross in das scheinbar ewige Walhall ein. "Ihrem Ende nun eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen", resümiert Loge, wohlwissend, dass in der Welt, deren natürliche Ordnung nicht zuletzt durch Wotans eigenen Umgang mit Verträgen zu zerfallen droht, bereits das Ende aufdämmert, vor dem Urmutter Erda schon warnte.

Die Neuinszenierung des "Ring des Nibelungen" ist die vierte Produktion von Wagners Opus magnum an der Deutschen Oper am Rhein, die auf eine große Wagnertradition zurückblicken kann und nach wie vor über ein ausgezeichnetes Ensemble für die Interpretation von Wagners Gesamtkunstwerk verfügt. Seit 2009 steht mit Axel Kober ein Generalmusikdirektor an der musikalischen Spitze des Hauses, der eine Vorliebe für das Werk Richard Wagners hat. Große Erwartungen richten sich auch auf die szenische Umsetzung, für die der seit über 30 Jahren im Schauspiel und in der Oper außerordentlich erfolgreiche Regisseur Dietrich W. Hilsdorf gewonnen werden konnte, der sich mit seinem Bühnenbildner Dieter Richter und Kostümbildnerin Renate Schmitzer nun erstmals der Herausforderung stellt, den gesamten "Ring" zu inszenieren.

freie Plätze 90503 Hänsel und Gretel - Oper von Engelbert Humperdinck

(Wesel, am Fr., 22.12., 16.15 Uhr , Claudia Böckmann)

Hänsel und Gretel allein zu Haus - da ist es mit der Arbeit, die die Mutter befohlen hat, nicht weit her. Mitten im schönsten Spiel platzt sie herein und schickt vor Wut die Kinder in den großen dunklen Wald zum Beerensammeln. Doch im Wald wohnt die böse Hexe - und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Nicht mehr als ein kleines Märchenspiel hatte es sein sollen, dann wurde "Hänsel und Gretel" doch eine große Oper, die Engelbert Humperdinck zu Weltruhm verhalf. Mit unnachahmlichem Geschick gewinnt er der anspruchsvollen Partitur jene musikalische Volkstümlichkeit ab, die dem Eingängigen und Märchenhaften des Stoffes entspricht. Andreas Meyer-Hannos märchenhafte Inszenierung, fast schon eine museale Rarität und seit 1969 Kult an der DOR und begeistert jedes Jahr aufs Neue die Herzen der Zuschauer, ob jung oder alt!

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