Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Die Volkshochschule Wesel-Hamminkeln-Schermbeck bietet in Kooperation mit der Deutschen Oper am Rhein (DOR) und dem Musiktheater im Revier (MIR) in Gelsenkirchen attraktive Gruppenbesuche von Oper-, Ballett- und Musicalaufführungen an.

An der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg (DOR) gibt es für alle Aufführungen einen einheitlichen Preis, in dem die Kosten für die Anreise im Reisebus, die Eintrittskarte für einen guten Platz im Parkett oder Rang sowie ein Programmheft enthalten sind. Vor der Vorstellung gibt es in diesem Semester in beiden Häusern eine komprimierte Einführung in Inhalt und Werkgeschichte des jeweiligen Stückes durch eine(n) Mitarbeiter/-in der Dramaturgie.

Zum Musiktheater im Revier nach Gelsenkirchen (MiR) erfolgt die Anreise ebenfalls im Reisebus, der Preis variiert allerdings je nach Aufführung.

In diesem Semester haben wir folgende Vorstellungen für Sie ausgewählt:

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auf Warteliste 90500 Madama Butterfly - Oper von Giacomo Puccini

(Wesel, am Sa., 27.1., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Giacomo Puccini (1858-1924) entdeckte David Belascos Drama "Madama Butterfly" 1900 in London. Die "Tragödie einer Japanerin" und die Rahmenhandlung, in der westliche und japanische Kultur aufeinandertrafen, berührten ihn zutiefst und schienen ihm eine gute Basis für ein neues Opernprojekt. 1904 wurde Madama Butterfly im Teatro alla Scala in Mailand uraufgeführt.

Die Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, wird dem in Nagasaki stationierten amerikanischen Leutnant Pinkerton als Braut offeriert. Dieser ist mit der japanischen Kultur nicht vertraut, die Hochzeit mit Cio-Cio-San ist Mittel zum Zweck, um mit ihr eine gemeinsame Nacht zu verbringen. Konsul Sharpless ahnt dies und warnt Pinkerton, dass die junge Frau sein Eheversprechen ernst nehmen könnte. Dennoch geht Pinkerton den Bund ein, kehrt jedoch nach nur einer gemeinsamen Nacht nach Amerika zu seiner Verlobten Kate zurück. Als er drei Jahre später mit seiner Frau nach Nagasaki kommt, erwartet ihn Butterfly mit einem Kind. Pinkerton weist sie zurück, möchte aber das Kind in die westliche Welt mitnehmen. Cio-Cio-San begreift, dass sie benutzt und entehrt wurde, und begeht Selbstmord.

Nachdem Joan Anton Rechi an der Deutschen Oper am Rhein zuletzt mit "L'elisir d'amore" eine komische Oper Donizettis inszenierte, widmete er sich in der Spielzeit 2016/17 Puccinis Tragödie. Das Bühnenbild entwickelte der katalanische Bühnenbildner Alfons Flores, der den Gläserhimmel für "L'elisir d'amore" und den Palast für Guy Joostens "Don Carlo" entworfen hat.

freie Plätze 90501 Romeo und Julia - Ballett von Bridget Breiner

(Wesel, am Sa., 3.3., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Eine brutale Fehde zwischen den Adelshäusern Montague und Capulet stürzt Verona ins Chaos. Täglich kommt es auf den Straßen der Stadt zu Auseinandersetzungen der verfeindeten Lager, dabei ist es vor allem die junge Generation, die immer tiefer in den sinnlosen Strudel aus Hass und Gewalt hineingesogen wird. In dieser explosiven Situation geschieht das Unwahrscheinliche: Romeo und Julia verlieben sich ineinander. Ein Montague und eine Capulet, das kann nicht gut gehen, doch gegen alle Widerstände geben die beiden ihren Gefühlen eine Chance - denn wenn das Wunder der Liebe möglich ist, ist vielleicht sogar Versöhnung denkbar? Unterstützt von Freunden, beschließen sie, heimlich zu heiraten. Doch dann eskaliert der Streit zwischen den beiden Familien ...
'Steinerne Grenzen können die Liebe nicht fernhalten. Was Liebe kann, wagt Liebe zu versuchen.' William Shakespeare beschreibt jene überwältigende Kraft, die auch das berühmteste Paar der Literaturgeschichte unaufhaltsam zueinander treibt: Romeo und Julia. Seit über vierhundert Jahren berührt und bewegt ihre Liebe, die sich über alle gesellschaftlichen Schranken hinwegsetzt und am Ende doch im unerbittlichen Mahlstrom des Schicksals zerrieben wird, in unzähligen Bühnenbearbeitungen die Menschen. Eine der schönsten und bekanntesten ist die 1935 komponierte Ballettmusik von Sergej Prokofjew, deren rhythmische Komplexität Orchester und Tänzer zu Höchstleistungen anspornt. Obwohl der russische Komponist unter einer massiven medialen Hetzkampagne des stalinistischen Regimes zu leiden hatte, gelang ihm mit 'Romeo und Julia' überraschend die Rehabilitation. Plötzlich wollte jeder das Stück spielen, sei es in der Ballettfassung oder in den von Prokofjew erstellten Suiten für Orchester, bzw. Klavier, die heute auch zum Standardrepertoire deutscher Konzertsäle gehören.
Nach 'The Tragedies of Othello' und 'Prosperos Insel' widmet sich Ballettdirektorin Bridget Breiner bereits zum dritten Mal einem Stoff des englischen Dichterfürsten.

freie Plätze 90502 Cavalleria Rusticana und I Pagliacci

(Wesel, am Sa., 7.4., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Mord aus Eifersucht - wohl keine andere Oper bringt dieses Thema derart packend wie ein Krimi und doch mit dem Schmelz großen italienischen Belcanto-Gesangs auf die Bühne wie die beiden Einakter "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni (1863-1945) und "Pagliacci" von Ruggero Leoncavallo (1857-1919).

Wie in Mascagnis Oper ist auch in Leoncavallos zwei Jahre später in Mailand uraufgeführtem Einakter "Pagliacci" die Eifersucht die treibende Kraft: Nedda, die Frau des Komödianten Canio, hat eine Affäre mit dem jungen Silvio, der sie beschwört, ihr Wanderleben aufzugeben. Tonio ist wiederum unglücklich in Nedda verliebt, bedrängt sie und schwört Rache, als er von ihr zurückgestoßen wird. Er verrät Canio die Affäre seiner Frau. Bevor dieser Nedda jedoch zur Rede stellen kann, beginnt die Vorstellung: Auf der Bühne wiederholt sich alles, was vorher in Wirklichkeit passiert ist. Canio beginnt, Realität und Theater zu vermischen - und tötet seine Frau und deren Liebhaber.

Bereits ein Jahr nach der "Pagliacci"-Premiere verknüpfte der Mailänder Verleger Sonzogno 1893 die beiden Einakter an einem Abend im Teatro Costanzi in Rom. Seitdem werden beide Werke kaum mehr getrennt voneinander aufgeführt und zählen bis heute zum Inbegriff des italienischen Verismo.

freie Plätze 90503 Peter Grimes - Oper von Benjamin Britten

(Wesel, am So., 6.5., 16.45 Uhr , Claudia Böckmann)

Die Oper beginnt mit einer energischen Anrufung: Dreimal wird Peter Grimes aufgefordert, sich vor der versammelten Gemeinde des kleinen englischen Küstenortes Borough gegen die Anschuldigung, seinen Lehrjungen fahrlässig getötet zu haben, zu verteidigen. Der raubeinige Fischer Grimes ist nicht beliebt bei den biederen Kleinstädtern, doch die Beweise reichen nicht aus, ihn zu verurteilen. Stattdessen wächst unverhohlenes Misstrauen, dem nur die Lehrerin Ellen und der alte Kapitän Balstrode entgegentreten. Sie glauben an seine Unschuld und wollen ihm helfen. Doch das Gerücht wächst sich aus zu einem Verdacht und dieser schlägt um in unverhohlenen Hass. Peter Grimes wird zur Gefahr wie die Sturmflut, die sich vor der Küste zusammenbraut. Er wird zur Zielscheibe einer Gesellschaft, welcher er sich nicht entziehen kann.

Benjamin Brittens erste Oper "Peter Grimes" war ein Sensationserfolg, mit dem die englische Musik 1945 schlagartig wieder zu der Geltung gelangte, die ihr nach dem Tod Henry Purcells für zweieinhalb Jahrhunderte abhanden gekommen war.

freie Plätze 90504 Die Walküre - Oper von Richard Wagner

(Wesel, am So., 17.6., 15.15 Uhr , Claudia Böckmann)

In seiner 'Walküre' zeigt Wagner das Aufeinandertreffen zweier Lebenskonzepte: das gescheiterte Machtmodell Wotans auf der einen und die Liebesutopie, verkörpert im Wälsungenpaar Siegmund und Sieglinde, auf der anderen Seite. Der beliebteste Teil der 'Ring'-Tetralogie ist in Dietrich W. Hilsdorfs Interpretation jetzt auch in Duisburg zu erleben.
Neben dem Hohelied der Liebe des 'Tristan' bietet 'Die Walküre' die höchste Gefühlsinnigkeit, die Wagner in Töne zu fassen vermochte. Sie bildet die eigentliche Musiktragödie im Zyklus. Alles ist hier auf leidenschaftliche Erkenntnis der Willens- und Machtlosigkeit gestimmt: ein "Superlativ von Leid, Schmerz und Verzweiflung", wie Wagner es selbst ausdrückte.

Nach der gescheiterten Revolution von 1848 befand sich Richard Wagner (1813 - 1883) im Züricher Exil in einer Lebenskrise. Wie bereits im 'Rheingold' führt er die bestehende Gesellschaft als Produkt der Empathielosigkeit egoistischer Machtausübung vor und feiert die reine Liebe frei von allen Vorschriften als Maßstab einer neuen Ordnung. "Nur durch die höchste Liebeskraft gelangen wir aber zur höchsten Freiheit", heißt es 1850 in seinem Aufsatz 'Kunst und Klima'.

freie Plätze 90505 Nabucco - Oper von Giuseppe Verdi

(Wesel, am Sa., 30.6., 17.45 Uhr , Claudia Böckmann)

"Dies ist die Oper, mit der in Wahrheit meine künstlerische Laufbahn beginnt!", ahnte Giuseppe Verdi bereits kurz nach der Uraufführung seines 'Nabucco', der ihn im März 1842 über Nacht zum Superstar machte. Wer weiß, welchen Weg das Schicksal des Komponisten genommen hätte, hätte ihm nicht der Mailänder Impresario Bartolomeo Melli eines Tages das Textbuch eines jungen italienischen Dichters in die Hand gedrückt, dessen Brisanz und Dramatik Verdis Theaterinstinkt nicht widerstehen konnte? 28 Jahre war er da alt und durch den traumatischen Verlust seiner beiden Kinder und seiner Frau privat und beruflich in eine Sackgasse geraten. Trotz seiner Trauer erkannte Verdi in der alttestamentarischen Geschichte um den babylonischen Tyrannen Nebukadnezar II. (ital. Nabucco) sofort die politische Sprengkraft für eine Gesellschaft, in der sich die italienische Einheitsbewegung immer offener gegen die Fremdherrschaft Frankreichs und Österreichs aufzulehnen begann.
Denn auch in 'Nabucco' leidet ein Volk unter der Unterdrückung.
Wie in allen seinen Opern verschränkt Giuseppe Verdi auch in 'Nabucco' meisterhaft private Tragödie und monumentales Historiendrama in einer klanggewaltigen Partitur. Ein Hauptdarsteller ist der Chor, dessen inbrünstiger Flehgesang "Va, pensiero, sull'ali dorate" bis heute die inoffizielle Hymne des geeinten Italiens darstellt.

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